Rêve d’Italie...

lundi 18 décembre 2006
par  Jean Charvoz

Kennst du das Land, wo die Zitronen blühn,
Im dunkeln Laub die Gold-Orangen glühn,
Ein sanfter Wind vom blauen Himmel weht,
Die Myrte still und hoch der Lorbeer steht,
Kennst du es wohl ?
Dahin ! Dahin
Möcht ich mit dir, o mein Geliebter, ziehn !

Kennst du das Haus ? Auf Säulen ruht sein Dach,
Es glänzt der Saal, es schimmert das Gemach,
Und Marmorbilder stehn und sehn mich an :
Was hat man dir, du armes Kind, getan ?
Kennst du es wohl ?
Dahin ! Dahin
Möcht ich mit dir, o mein Beschützer, ziehn !

Kennst du den Berg und seinen Wolkensteg ?
Das Maultier sucht im Nebel seinen Weg,
In Höhlen wohnt der Drachen alte Brut,
Es stürzt der Fels und über ihn die Flut :
Kennst du ihn wohl ?
Dahin ! Dahin
Geht unser Weg ! o Vater, laß uns ziehn !

Johann Wolfgang von Goethe